Eines meiner ehrgeizigsten Ziele ist sicherlich das Projekt „SPACE COWBOY“, denn hier verfolge ich gemeinsam mit der Saarländischen Weltraumbehörde SASA (Saar Aeronautics and Space Administration) in Bildstock das Interesse, einen Saarländer, nämlich mich, ins Weltall zu schicken.

Seit einigen Monaten absolviere ich im Hoferkopf-Astronauten-Ausbildungs-Zentrum (HAAZ) im Hoferkopf Space Center (HSC), das erst kürzlich auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Bildstock eröffnet wurde, meine Ausbildung zum Astronauten. Ziel der Ausbildung ist es, den Anforderungen der Schwerelosigkeit im Weltall gewachsen zu sein.

Neben der Ausbildung zum Astronauten arbeite ich auch an wissenschaftlichen Experimenten, die mich bei meinem ersten Weltraumflug begleiten werden. Eines dieser Experimente ist das neue Bubble-Weltraumteleskop, das hauptsächlich aus zuckerfreiem Zahnpflege-Kaugummi besteht und um vieles leichter und kleiner ist als sein großer Bruder, das schrottreife Weltraum-Fernglas Hubble. Das Bubble braucht man nach seiner Ausmusterung auch nicht in der Atmosphäre verglühen zu lassen, man kann es einfach kauen und noch im Weltall wieder ausspucken. Bis dahin aber schwebt es im Orbit ohne Zucker.

Ein anderes Projekt befasst sich mit einem neuartigen Weltraum-Transport-System namens Spice Shuttle. Mit diesem Transportsystem wird es endlich gelingen, Victoria Backham und den Rest der Spice Girls, sowie die No Angels und all die Superstar-Attrappen auf den Mond zu schießen. Dieser Orbiter kann auch nicht wieder verwendet werden, weshalb er bei einem versehentlichen und ungewollten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander fällt und verglüht.

Die Italiener arbeiten an einem ähnlichen System, dass unter dem Namen Speis Shuttle bekannt ist. Vorteil des italienischen Systems ist, das alle Insassen mit Speis in der Nutzlastbucht einbetoniert werden, kleiner Nachteil dabei ist das enorm hohe Gewicht des Orbiter, der mit keinem herkömmlichen Raketensystem mehr ins Weltall geschossen werden kann.

Die SASA wird ebenfalls einen Beitrag zur internationalen Raumstation (ISS) leisten und das saarländische Support-Modul SCHWENKER 1 mit einer der nächsten Weltraummissionen zur ISS hochschicken. SCHWENKER 1 wird es den Astronauten auf der ISS ermöglichen, in der Schwerelosigkeit ein Glut-Feuer anzuzünden und mit einem Antigravitations-Kreisel-Grillrost darauf Fleisch und Würstchen zuzubereiten.

Für meinen ersten Aufenthalt im Weltall ist auch ein Weltraumspaziergang geplant, für den ich bereits auf der Erde unter Schwerkraftbedingungen üben muss. Im Weltraum laufen alle Bewegungen etwas langsamer ab, deswegen bewege ich mich beim Training einfach in Zeitlupe, sieht albern aus, kommt aber der Schwerelosigkeit schon ziemlich nahe.

Außerdem werden durch diese Trainingsmethode immense Kosteneinsparungen erzielt, da wir uns das Eintrittsgeld für das Freibad sparen und nicht mit dem noch immer nicht ganz dichten Weltraumanzug im Sprungbecken tauchen gehen. Geht doch auch so.